Saar-Lor-Lux Umweltzentrum GmbH

Umweltpakt Emas

Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 – Kleinere Verbesserungen für das Handwerk trotz fehlender grundsätzlicher Reform

Seit 01.01.2021 ist die Reform des Erneuerbare Energien Gesetztes (EEG) in Kraft. Diese war insbesondere notwendig, da die Förderung von sogenannten Altanlagen zum Jahresbeginn 2021 ausgelaufen ist. Eine grundsätzliche Reform und eine Anpassung des Erneuerbare-Energien Ausbaupfads, welcher den neuen ambitionierteren Klimaschutzzielen der EU gerecht wird, ist jedoch ausgeblieben und soll erst in diesem Jahr diskutiert werden. Trotz fehlender langfristiger Perspektive in Bezug auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien, schafft die EEG-Novelle auch Potentiale für Handwerksbetriebe.

So müssen neue Photovoltaik (PV) Dachanlagen erst ab einer Leistung von 750 KWp an Ausschreibungen teilnehmen. Zudem entfällt die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch bei größeren PV-Anlagen. „Die Erhöhung der bisherigen 10 kWp Grenze zur Befreiung von der Umlage auf 30 kWp und einen Eigenverbrauch von 30 MWh erfüllt eine der Forderungen des Handwerks und ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Nutzung von Erneuerbaren Energien im Betrieb muss jedoch durch Entbürokratisierung weiter vereinfacht und gestärkt werden.“, so Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux Umweltzentrums.

Ein weiterer positiver Aspekt der kurzfristigen Anpassung besteht darin, dass PV-Altanlagen bis 2027 eine feste Einspeisevergütung in Höhe ihres Marktwertes erhalten. Außerdem müssen bei kleineren PV-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 7 kWp keine Smart-Meter installiert werden.

Keine weitreichenden Neuerungen gab es hingegen bei der EEG-Umlage, welche im Strompreis enthalten ist. „Leider wurden die Forderungen nach einer Entlastung unserer Betriebe in Bezug auf bezahlbare Strompreise nicht erfüllt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum private Haushalte und der Mittelstand weiterhin die Rabatte der Großunternehmen mitfinanzieren sollen.“, kritisiert HWK-Präsident Bernd Wegner. Niedrigere Strompreise seien auch in Hinsicht auf den Ausbau der Elektromobilität ein wichtiger Baustein.

Rückfragen beantwortet das Saar-Lor-Lux Umweltzentrum. Ansprechpartner ist dort Simon Spath, Tel.: 0681 5809210, E-Mail: s.spath(at)hwk-saarland.de